August 2

Etwas zum schmunzeln! Wie es denn wirklich so war mit dem 1. August, geschrieben von Olaf Ohl

Wie es wirklich war:
Der Papst und der Kaiser hatten wieder mal Zoff und der Kaiser Friedrich II hielt es für praktisch, die Alpenübergänge – u.a. Gotthard-Transit besser nützen zu können, um in der Lombardei mit Truppen den Papst-Treuen auf die Mütze zu geben.

Darum schleimte er sich bei verschiedenen Städten, unter anderem den Züri-Grossmäulern und den Innerschweizern ein und entband sie 1240 von der Knute lokaler Fürsten. Als der alte Stauferkaiser Friedrich II starb, krallte sich der Aargauer Rudolph von Habsburg den Kaiserthron und verwalteten das Gebiet neu wieder mit lokalen Vögten, was viele ziemlich ankackte.

Als er 1291 starb wollte man in der Innerschweiz sicherstellen, dass das in Zukunft besser läuft und möglichst ohne die Aargauer Habsburger. Die mochte man nicht mehr, weil sie in der Zwischenzeit einen seltsamen österreichischen Akzent bekommen hatten. Bei einem Midnight Barbeque am 1. August bekräftigte man, die Habsburger auch in Zukunft einfach aus dem Hinterhalt zu erschiessen. (Tell/Morgarten).

Die Gross-Schnorris von Zürich fanden das auch cool, ebenfalls die Berner. Sie wollten auch mal eine grosse Schnorre wie Züri haben und machten damit den Burgunder Karl den Kühnen verrückt, der ihnen den Marsch blasen wollte, aber dabei ziemlich alt aussah. Darum hatten jetzt alle Angst vor den Eidgenossen und niemand konnte ihnen noch blöd kommen, die Schwaben gaben’s dann einfach auf.

Die Eidgenossen-Bauerntrampel hatten jetzt selbst Untertanengebiete und Vögte und waren d’Sibesieche im Wüten und Köpfe abschlagen, vergrösserten sich im Süden und Südosten, darum mietete man im Ausland auch gerne stramme Jungs aus der Schweiz, sogar der Papst. Michelangelo (eigentlich Anti-Militarist) kreierte extra-lächerliche bunte Uniformen für die brutalen Bergler, damit man sie von weitem kommen sah.

Als die Reformation kam, hatten die protestantischen Kantone plötzlich keine Lust mehr, für so’n Papst-Scheiss zu kämpfen und es gab ein Riesen-Puff, weil die Schweizer jetzt für den französischen König und den Papst gegeneinander kämpften, was in der Schlacht von Marignano 1515 gipfelte und der Einsicht der Schweiz: Sonen Scheiss mached mer nöd namal.

Nachher krochen die Schweizer nur noch den Franzosen in den A. und schickten Söldner, die waren aber nicht mehr wie ihre strammen Väter und versagten auf den Schlachtfeldern mehrmals kläglich, worauf sie vom Franzmann die Kündigung kriegten und nicht mehr “Sibesieche” waren.

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